Funktionsprinzip der ITH-Stretch-Methode*
   
Aufsetzen
Der Schraubspannzylinder wird auf die Schraubenverbindung aufgesetzt. Dabei umfaßt die Drehhülse die Mutter. Danach wird die Wechselbuchse auf das überstehende Schraubengewinde gedreht. Beide Vorgänge sind in nebenstehender Zeichnung bereits abgeschlossen.
   
Spannen
Von einem ITH-Hydraulik-Agregat wird der gewünschte Druck aufgebracht, wodurch eine Längerung ( L) der Schraube erfolgt. Der hydraulische Druck wurde vorher aufgrund der notwendigen Schraubenvorspannkraft und der wirksamen Kolbenfläche ermittelt. Lösen: sinngemäß wie Spannen.
   

Nachstellen
Nach Erreichen des eingestellten Drucks wird die Mutter mittels der Drehhülse bis zur Auflagefläche reibungsfrei beigedreht. Die Drehhülse kann über Stift-oder Zahntrieb (hier dargestellt mit Stifttrieb) angetrieben werden. Nach der Druckentlastung kann der Schraubenspannzylinder (SSZ) abgenommen werden.
 
* (Schraubenspannzylinder hier ohne Kolbenrückstellung und Sicherheitsdeckel)
   
Vorteile der ITH-Stretch-Methode
   
• 
genaueste Schraubenvorspannkraft
• 
einfacher Einsatz mehrerer Zylinder gleichzeitig
• 
große Zeitersparnis gegenüber Heiz- oder Torsionsverfahren
• 
keine zusätzlichen Schraubenbelastungen durch Torsions- oder Biegebelastung
• 
kein Fressen der Schraubenverbindungen beim Lösen (einfache Demontage)
• 
reine Zugbeanspruchung im Schraubenschaft
• 
mehrere Gewindegrößen können mit demselben Zylinder angezogen werden